Waffen

Der Katzbalger

Der Katzbalger (auch Landsknechtsschwert) ist ein europäisches Kurzschwert des 16. Jahrhunderts. Der Name stammt von dem Vergleich des engen Nahkampfs, in dem das Schwert eingesetzt wurde, mit dem Kampfverhalten, der “Balgerei”, von Katzen.

Textquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Katzbalger


Rossschinder

Ein Rossschinder ist eine Stangenwaffe des Spätmittelalters und der Frühen Neuzeit.

Die Bezeichnung stammt aus dem Althochdeutschen und trägt der Verwendung im Gefecht Rechnung. Rossschinder waren in erster Linie als Waffen gegen Kavallerie vorgesehen. Sie wurden zum einen dafür eingesetzt, den gegnerischen Reiter von seinem Pferd herunterzuholen; zum anderen ermöglichten sie dem Träger aber auch, dem gegnerischen Pferd eine Verletzung beizubringen, welche es kampfunfähig machen konnte. Der Rossschinder bestand aus einem ca. 2 Meter langen Holzschaft und einer 40 bis 50 Zentimeter langen Klinge. Die ein- oder zweischneidige Klinge war breiter als bei den vergleichbar eingesetzten Kusen und Glefen. Sie bog sich an der Spitze herum, sodass sie einen Widerhaken bildete. Zusätzlich besaß die Waffe noch einen spitzen Dorn, der meist auf der gegenüberliegenden Seite auf der Klinge saß. Bei manchen Modellen waren Widerhaken und Dorn auch auf derselben Seite. Einige Rossschinder hatten auch eine lange dolchartige Spitze, an die sich dann seitlich der Widerhaken anschloss. Hier ist die Verwandtschaft zur Hellebarde deutlich erkennbar. Am Schaftende waren kleine Parierstangen üblich.

Textquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Rossschinder


Chauves Souris

Die Chauves Souris (franz. für Fledermaus) ist eine Stangenwaffe aus Frankreich.

Die Chauves Souris hat drei gerade zweischneidige Klingen. Die Klingen verzweigen sich nach der Tülle in eine Haupt- und zwei Seitenklingen. Die Hauptklinge ist länger als die beiden Seitenklingen und hat meist einen Mittelgrat. Die Seitenklingen sind spitz, an der nach außen zeigenden Seite mit bogenförmigen Einbuchtungen und Spitzen versehen und haben in der Regel ebenfalls einen Mittelgrat. Zur Befestigung am Schaft dient eine Tülle. Der Schaft ist aus Holz und am Übergang vom Schaft zur Tülle mit einem Busch aus Wollfransen versehen. Die Wollfransen dienen dazu, dass das Blut beim Gebrauch der Waffe nicht auf den Schaft gelangt, da dadurch die Griffigkeit der Waffe herabgesetzt werden kann. Die Seitenklingen sehen aus wie die Flügel einer Fledermaus, wodurch die französische Bezeichnung entstand. Die Chauves Souris ist eine Version der Korseke und wurde etwa im 15. Jahrhundert benutzt.

Textquelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Chauves_Souris

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